Mazda 3, Skyactiv X

ein wunderschönes Auto! Für Grobmotoriker und Schwerhörige.

Vorwort:

ich habe meinen “MAZDA3/SEDAN/SKYACTIV-X180/AT/GT+/SOUND/PREMIUM/TECH” (aka das rechts-unten Modell. Mehr geht ausstattungs- und motormäßig nicht) im Jänner 2020 bekommen und ihn 14 Monate später mit entsprechend großem Verlust, aber dennoch gerne weiterverkauft. Warum erkläre ich hier:

Optik:

ich habe mich auf das Auto gefreut wie ein Kind. So wunderschön, außen und erst recht innen. Nach dem eher faden Vorgänger (Golf VII) einmal ein Auto, zu dem ich mich beim Weggehen gerne noch einmal umdrehe.

Der Hatchback hat mir nicht ganz so gut gefallen, deshalb wollte ich den Sedan. Zum vermeintlich geringeren Nutzwert desselben (Fahrradtransport!) hatte mein Händler die passende Antwort: eine Anhängerkupplung samt Radträger. Viel besser als die Räder stundenlang klappernd im Innenraum in den Urlaub zu schippern. Da hatte er völlig Recht. Guter Mann!

Die Schattenseite: alle metallic Mazdas, insbesondere in „crystal soul red“, sind für mein Empfinden mangelhaft lackiert. Der Tankdeckel hat unter vielen Blickwinkeln eine viel dunklere Farbe. Noch schlimmer: dasselbe gilt für Front- und Heckschürze. Würde ich so ein Auto gebraucht kaufen, würde ich sofort annehmen, dass es nachlackiert wurde.

das links ist nicht die “BP” Baureihe sondern der Vorgänger. Das Problem scheint also schon länger zu bestehen.

Ein winziges Detail, über das ich mich täglich beim Heimkommen freute: ich hatte noch nie so einen kräftigen Rückfahrscheinwerfer!! Der Unterschied zu allen anderen Autos davor ist riesig!

Innen:

DER Grund, warum ich mich dann tatsächlich für der 3er entschieden hatte! Einfach wunderschön. Es gibt nicht ein einziges Detail, keinen Quadratmillimeter den ich mir besser, schöner vorstellen könnte.

Funktional erschließt sich mir die Mechanik der Armlehnenöffnung nicht und erst recht nicht, dass sie sich nicht zur richtigen Armauflage hochstellen lässt.

Ergonomie / Fahren

ich bin schon in unkomfortableren Auto gesessen. Im ersten Moment – und auch noch so lange wie der durchschnittliche Autotester darin verbringt – ist es wirklich toll. Dann offenbaren sich die Ärgernisse:

Klimaanlage:

zunächst einmal war sie qua Software kaputt: sie heizte wie verrückt. Ein Softwarebug den Mazda erst nach über einem Jahr behoben hat.

Aber auch nach Beheben war es in dem Auto irgendwie nie angenehm. Mal zu warm, mal zu kalt. Vermutlich auch aufgrund einer ziemlichen Dummheit: man kann verschiedene Kombinationen aus Luftausströmungen nicht variieren. Beispielsweise kann man nicht auf die Scheibe und gleichzeitig in den Fußraum blasen – was einem angenehmen Klima zuträglich wäre.

Handbremse

das Auto zieht bei jedem Abstellen automatisch die Handbremse an, d.h. man muss sie jedes einzelne mal händisch lösen. Jedes! Einzelne! Mal!
(Oder einfach losfahren, wodurch sich nach einem peinlichen Aufbäumen des Vorderbaus die Bremse automatisch löst. Das will man doch auch nicht)
Gerade bei einem Automatikgetriebe eine völlig sinnlose Angelegenheit. Irgendwann gewöhnt man sich daran, der Ärger über die Dummheit bleibt jedoch bisher.

Keyless open/close

Man greift in den Türgriff und, sofern man den Schlüssel eingesteckt hat, öffnet sich das Auto dadurch. Das funktioniert meistens. Außer, es ist feucht (da gibt es zwar eine Modellpflegemaßnahme, die half aber nicht) oder der Beifahrer greift selbst bereits in den Türgriff. (Auf letzteres muss man erstmal draufkommen!!)

Schlechter sieht es mit dem keyless-close aus. Das Auto soll erkennen, dass der Fahrer aussteigt (ein Pieps) und weggeht (zweiter Pieps). Das funktioniert in etwa nur in 70% der Fälle. Je nachdem in welcher Richtung man weggeht.

Wenn man sich vor Augen führt, dass diese Funktion beim Vorgänger binnen 6 Jahren nicht ein einziges mal nicht funktioniert hat, dann kann man vielleicht den Ärger darüber verstehen. Die eigentliche Idee des ganzen, nämlich den Schlüssel nicht immer griffbereit haben zu müssen, ist damit ad absurdum geführt.

Armaturenbeleuchtung

wann hat man sich bei irgendeinem Auto jemals nach dem ersten Tag mit der Armaturenbeleuchtung beschäftigt? Ich habe keine Ahnung mehr, wie das beim Vorgänger und beim jetzigen Auto überhaupt funktioniert – es passt einfach. Immer. Beim Mazda gibt es manuelle Einstellungen die im Grunde nie passen und eine automatische, mit der man leben kann, aber oft zu früh abdunkelt, so dass man gewisse Inhalte nicht ablesen kann.

Für mich ein Ärgernis: das Schalterpaneel im Dachhimmel zeigt zu Fahrtbeginn diverse Warnungen für die Gurte hinten an. Die erlöschen nach einigen Metern. Was jedoch leuchten bleibt ist der Schriftzug “Passenger Airbag”. Wozu leuchtet mir das bei Nachfahrten permanent ins Gesicht? Was ist der Informationsgewinn?

Headup Display

Mal etwas Gutes: das Headup Display ist perfekt. Punkt! Sogar die Inhalte lassen sich sinnvoll konfigurieren. Das will ich nie mehr missen. Der Nachfolger hat zwar auch eines, aber mit einer Plexiglasscheibe auf die es projiziert wird – im Vergleich zum Mazda ist das ziemlich lahm.
Naja – ganz perfekt ist es doch nicht: hier kommt einer von sehr vielen Softwarebugs zum Tragen: die Anzeige der Verkehrszeichenerkennung vergisst das Auto immer wieder mal. Oft genug, dass man die Einstellung, wo man es wieder einschaltet fast im Schlaf findet.

am Foto nicht besonders gut zu sehen, aber in der Praxis super: das Headup Display

eine Katastophe. Ich bin das Auto vor dem Kauf in einer fremden Stadt Probe gefahren und schaffte es nicht, wieder zurück zum Händler zu navigieren. Man hat mich dann aufgeklärt: man muss die Hausnummer zuerst eingeben, vor der Stadt und der Straße (Hallo Mazda! Wir sind nicht die USA!). Die Spracheingabe ist ein Witz. Funktioniert meistens nicht und einen Ort ohne Straße und Hausnummer (also „Zentrum“) sprachlich einzugeben, ist gar nicht möglich. Dabei hätte ich das am öftesten benötigt

Android Auto

wird unterstützt. Wenn man es jedoch einmal benutzt, verliert das Auto damit das Bluetooth Pairing zum Handy. Das hat es für mich unbenutzbar gemacht: ich hätte Android Auto gerne benutzt, um zu Zielen zu navigieren, die ich nur am Handy in Google Maps finde (Einstiege zu Wanderungen zB.). Wenn ich dann jedes mal das Pairing wieder herstellen muss (und natürlich die Verkehrszeichenerkennung wieder händisch einschalten muss), ist mir das zu dumm. Ebenfalls ein über ein Jahr lang bekannter Software Bug der nie behoben wurde.

Multimedia / Soundsystem:

Das Multimediasystem ist weitestgehend ok. Der Sound des BOSE Systems ist „angemessen“, deutlich besser als beim Vorgänger und Nachfolger. Die beiden USB Buchsen, zumal an diesen Stellen, sind sinnvoll und praktisch.


Ein Touchscreen fehlt mir persönlich nicht – über das zentrale Drehrad lässt sich alles geschmeidig regeln. Die Darstellung im zentralen Display ist optisch wunderschön gelungen und funktional. Ich höre zB. gerne 4 Stunden lange Podcasts – wenn man sich ansieht, wie manch ein Koreaner oder Italiener das darstellt, dann weiß man das sehr zu schätzen.


Die Bedienung hingegen ist wieder eine Katastrophe:
Man hört zB. über den USB Stick ein Lied von U2, Album X. Nun will man ein Lied von U2, von Album Y hören. Das heißt, man muss wieder komplett zurück, von A bis U scrollen, um U2 auszuwählen und das richtige Album zu selektieren.
Am Lenkrad gibt es eine “Source” Taste. Damit kann man die Quellen durchschalten. Es gibt jedoch keine Möglichkeit, unerwünschte und teils sinnlose Quellen wie “AM Radio” auszublenden. Man muss sich immer durch die gesamte lange Liste möglicher Quellen zappen.
Die Covers zur gehörten Musik lädt das System aus einer eigenen Datenbank. Es gibt ein Setting um sie stattdessen direkt aus den MP3 Dateien zu lesen. Dieses Setting tut jedoch nichts. Das habe ich zufällig bei der Probefahrt vor über 2 Jahren bemerkt. Man hat mir den Fehler bestätigt und natürlich ist er bis heute nicht behoben.

Licht

Die automatische Regelung der LED Scheinwerfer funktioniert super. Automatisches Auf- und Abblenden ebenso wie die Formung des Lichtkegels entsprechend dem Gegenverkehr. Den Lichtschalter hatte ich seit Tag 1 nicht mehr angefasst!

Einparksensoren

Die virtuelle Vogelperspektive im Display ist mäßig sinnvoll, aber sieht bei Tageslicht echt toll aus. Super sinnvoll sind hingegen Rück- UND Front-Kamera, damit kann man, im Gegensatz zu den nur-akustischen Helfern, quasi auf Null-Distanz einparken.

Tachometer

Bei der Tacho-Anzeige lässt Mazda irrsinnigerweise ein riesen Potenzial liegen: man hat hier nämlich einen tollen Bildschirm verbaut. Beim ersten Hinschauen fällt gar nicht auf, dass das kein mechanischer Zeiger ist. Diese Anzeige lässt sich vom klassischen Tacho umschalten und zwar 1.) um die bloße Addition einer Durchschnittsverbrauchsanzeige (Bordcomputer gibt es keinen) und 2.) auf eine völlig, wirklich völlig nutzlose Anzeige die wohl gepaart mit dem völlig nutzlosen Spurhalteassistenten irgendetwas Spannendes anzeigen sollte. Mehr kann man mit diesem tollen Display nicht anstellen. Was für eine Verschwendung! Was man da via Software für tolle Sachen machen könnte (und der Mitbewerb auch tut)… Echt schade.

sieht fancy aus, ist aber völlig nutzlos: die dritte Option der Tacho-Anzeige.

Das Fahren

Motor / Getriebe:

Mazda vereint mit dem Skyactiv X Motor in einzigartiger Weise die Nachteile beider Welten. Am Stand die Lauf“ruhe“ eines Diesels. In Fahrt das Drehmoment eines Saugbenziners. Die Fahrleistungen des Vorgängers mit einem 40PS schwächeren Turbobenziner waren objektiv und erst recht subjektiv viel besser. Mazda Fans argumentieren hier gerne mit der „kultivierten Leistungsentfaltung eines Saugers“. Pustekuchen! Da leistet nichts und da entfaltet sich auch nichts. Und außerdem: was hülfe mir die Kultur im Antritt, wenn das Ding am Stand und im Stadtverkehr vibriert wie ein Diesel? Die 180PS lassen sich in keinem einzigen Bereich spürbar abrufen. Mangels Turbo ist das Drehzahlniveau immer viel höher und der Verbrauch in der Stadt liegt mindestens(!) einen Liter über dem Vorgänger, d.h. meistens um die 7.6L. Gepaart mit dem enttäuschend kleinen Tank ergibt sich eine relativ bescheidene Reichweite.

Mazda vermarktet das Ding als “Mild-Hybrid”. Das soll vermutlich heißen, ohne dem hätte er noch weniger Drehmoment. Das will man sich nicht ausmalen.

Das ganze bezahlt man in Österreich mit einer doch empfindlich höheren KFZ-Steuer – für nichts. Das schmerzt.

Die Automatik ist ok, ließ mich das DSG des Vorgängers nicht vermissen. Sie ruiniert jedoch mit einem scheinbar kleinen, für mich aber entscheidenden Detail das gesamte Auto: der Motor wird – anders als bei jedem mir bekannten Auto – beim Bremsen kurz, wirklich nur ganz kurz vorm Stehenbleiben ausgeschaltet und, wenn man dann auf den letzten Zentimetern den Bremsdruck sanft reduziert, um elegant stehen zu bleiben, schaltet er sich wieder ein und lässt einen Ruck durchs Auto gehen. Man wird quasi dazu gezwungen, wie ein Grobmotoriker fest auf der Bremse zu bleiben, oder das System (jedes mal händisch) zu deaktivieren. Das Problem gibt es naturgemäß nur beim Automatik-Model und, wenn die Start/Stop Funktion aktiviert ist, was leider unveränderlich bei jedem Neustart der Fall ist. Es hat mich wirklich fast in den Wahnsinn getrieben. Es trat nämlich nicht nur beim Stehenbleiben auf, sondern auch beim Mitschwimmen im langsamen Fliessverkehr. Dort hilft dann auch grobmotorisches Bremsen nicht mehr. Irgendwann hatte ich mir die Anstartroutine angewöhnt: Starten, Start/Stopp Funktion abdrehen und Handbremse lösen. Der Schalter für Start/Stop liegt leider außerhalb des Sichtfeldes, deshalb muss man immer den Kopf hinbiegen um zu sehen, ob man den richtigen getroffen hat.

der “i-stop OFF” Schalter – unbedingt nötig für würdevolle Fortbewegung

Lenkung

ich habe mich öfters gefragt, wie mir das bei der Probefahrt nicht schon auffallen konnte: diese Lenkung ist eine Ausgeburt an Gefühllosigkeit. In schnellen Kurven einen sauberen Strich zu fahren, ohne Nachkorrigieren zu müssen, ist fast unmöglich. Auf der Autobahn ist man irgendwie immer am Tun, um nicht zu weit rechts oder links zu geraten.

Assistenzsysteme

Am zweiten Tag des Mazdabesitzens haben die Systeme gleich mal den Dienst verweigert. Laut Mazda sei das normal “das kann schon mal vorkommen, vermutlich hat die Sonne zu stark gescheint”

-3°, aber ein schöner sonniger Tag, saubere Frontscheibe

Es hat in weiterer Folge exakt eine Woche gedauert, bis ich das letzte Assistenzsystem permanent deaktiviert habe. Es sprengt den Rahmen, genau zu erklären wie/warum man die nicht haben will, aber sie sind wirklich umfassend nutzlos, störend, bis hin zu gefährlich, weil das Auto auf einmal grundlos eine Vollbremsung hinlegt. Könnte man das Radar des Tempomaten dauerhaft deaktivieren, hätte ich auch das gerne getan (es geht, allerdings nur bis zum Neustart). Der Tempomat bremst damit so stark ab, oft unmotiviert und beschleunigt so unsanft, samt Zurückschalten und Drehzahlorgie, dass man das lieber selbst übernimmt.
Eines hatte ich genaugenommen noch aktiv: die Totwinkelwarnung. Die ist ok.

Und eines lässt sich auch mit Gewalt nicht abschalten: die Hinderniserkennung. Zwei mal hat das Auto im Fliessverkehr grundlos eine Vollbremsung hingelegt weil es meinte, der Vordermann steht still und öfters beim Reversieren in unser Carport. Vermutlich ein Halm irgendeines Busches neben der Einfahrt. Die Vollbremsung wird begleitet von Piepsen und roten Anzeigen im Display. Der Bremseingriff fühlt sich an, als wäre man tatsächlich wo dagegen gefahren. Das ist ein Schreck auf den ich gerne verzichte.

Qualitätsmängel

Klappern

pauschal gesagt: das Auto knistert und klappert aus jeder Pore! Ich höre jeden Meter irgendwelche Podcasts und diese gesprochenen Inhalte vermögen nicht, das zu übertönen.

Es begann am ersten Tag: die ersten 20 Minuten nach dem Losfahren vibriert etwas beim Handschuhfach. Bis man in der Werkstatt angekommen ist, ist es weg. Das Internet half: ein Steuergerät welches auf dem Montageblech vibriert. Konnte behoben werden.

Es wurde Sommer und mit den warmen Temperaturen kamen zwei neue Geräusche: ein metallisches Vibrieren aus der B-Säule und ein Knistern aus der Mittelkonsole. Ersteres konnte nie lokalisiert oder behoben werden, zweiteres hab ich irgendwann selbst gelöst: ein Stück Stoff an der richtigen Stelle und es war still

Kaum kam so etwas wie Freude auf, tauchte das nächste Geräusch auf. Das hartnäckigste, welches das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Hören Sie selbst:

Die Türdichtungen rattern und knattern vor sich hin. Drei Werkstattermine haben jeweils 2-3 Tage geholfen, dann ging es wieder los. Eine Modellpflegemaßnahme wo die Zierleisten außen angeklebt wurden, hatte keinerlei Effekt.

Elektronik Fehler

Sitz- und Lenkradheizung lassen sich mit der Außentemperatur verknüpfen. Das funktioniert mal, mal nicht. Ein von Mazda bestätigter Bug, Behebung unklar.

Selbiges gilt für den Tempomat. Der ist bei Fahrtantritt mal an, mal aus, wie es der Zufall will. Dafür hatte ich tatsächlich kurz bevor ich ihn verkauft habe einen Software-Fix bekommen.

Und noch ein Bug bewirkt, dass die Einstellung mit der man das Piepsen der schlüssellosen Verriegelung abschalten kann, ohne Funktion ist.

Alles nicht soooo schlimm, aber, es hat bei mir 1 Stunde, bzw. 1 Tag bzw. 2 Tage gebraucht um diese und weitere weiter oben beschriebene Bugs zu finden. Wie zur Hölle testet Mazda seine Software? Und fahren die ihre Autos nicht selbst mal? Vorgänger wie auch Nachfolger haben ähnlich komplexe Technik die nicht ein einziges mal negativ auf sich aufmerksam gemacht hat.

Zur Lenkradheizung noch ein Wort: diese lässt in der Heizleistung nach ca. 10 Minuten stark, auf ein kaum mehr spürbares Level nach. Mazda bestätigt das, findet es aber normal, faselt etwas vom Leder, das sich sonst lösen würde, technischer Unmöglichkeit und Gefahren aufgrund eines zu heißen Lenkrades. Nun ja, der Nachfolger, ein 2016er BMW Active Tourer heizt das Lenkrad auf Wunsch stundenlang. Und zwar übrigens den gesamten Lenkrad-Kranz – der Mazda heizt nur an vier Stellen.

Preis/Leistung

Manchmal liest man im Zusammenhang mit Mazda vom günstigen Preis. Das kam mir zwar zunächst auch so vor, aber mit den Rabatten die zB. VW gibt (und Mazda nicht!), liegt ein Golf in der selben Liga. Wenn man die kontraproduktiven Assistenzsysteme des Mazda rausrechnet, ist der Unterschied schon kaum mehr relevant. Ich kann dem Auto also auch kein gutes Preis/Leistungsverhältnis attestieren.
Wenn man die Wertstabilität zB. des Golfs in die Rechnung einbezieht, ist der Mazda vermutlich sogar teurer

Verdict:

wer mir bis hierher gefolgt ist, wird seine Meinung längst gefestigt haben und zwar entweder: “so ein Drecksauto – gut, dass ich gewarnt bin”, oder: “der spinnt total, das sind doch keine echten Mängel”. Beides ist gleichermaßen legitim.
Die Einleitung ist zwar etwas offensiv (Grobmotoriker…), aber durchaus ernst gemeint: der Mazda 3 kostet nicht die Welt, bringt einen sicher von A nach B, bietet dabei einiges an Komfort und sieht unheimlich gut aus. Das reicht sicher, um viele Menschen hochzufrieden zu machen. Ich habe dieses Glück leider nicht. Ich bin nicht reich und der finanzielle Verlust, ein Auto nach 14 Monaten bereits wieder zu verkaufen schmerzt sehr! Es war mir jedoch lieber, als ein Auto zu fahren, das mich jeden Meter nervt.
Ich empfehle jedem Interessenten, die angesprochenen Kritikpunkte zu checken und für sich abzuwägen.

2 thoughts on “Mazda 3, Skyactiv X

  1. Hi!

    Ich habe deinen Bericht sehr aufmerksam und interessiert gelesen, bin ich doch seit einer Woche stolze Besitzerin eines Mazdas 3, Skyactiv X, Hatchback in Snowflake pearl white. Allerdings habe ich mir keinen Neuwagen gegönnt, sondern einen 1.5jährigen mit rund 11’000km.
    Vielleicht liegt es dran, dass mein alter ein knapp 13jähriger Corsa war mit 90PS, aber ich kann viele deiner Punkte nicht nachvollziehen. Mein Auto läuft ausgesprochen ruhig, die Beschleunigung ist echt nett (bergauf im 5. Gang noch beschleunigen möglich, ebenso auf der Autobahn bei 130km/h im 6. Gang). Meinen Arbeitsweg (20min, mehrheitlich Autobahn) legt der Wagen mit ca. 6.5l/100km zurück. Da geht aber sicher noch was nach unten 😉
    Bis jetzt sind nur heute mit Schneefall die Sicherheitssysteme ausgefallen und bis anhin nervt höchstens der Spurhalteassistenz.
    Die 360Grad Kamera von oben mag ich und finde sie recht praktisch.
    Mir ist bewusst, dass ich eine komplett andere Herkunft habe (auto-historisch), aber ich mag meinen neuen Mazda und hoffe sehr, dass ich ihn die nächsten 10 Jahre fahren kann 🙂

    1. Danke für Deinen Kommentar! Das freut mich aufrichtig für Dich, dass Du mit Deinem so zufrieden bist – und, dass Du Dich von meinen eigenwilligen Ansichten nicht davon abbringen lässt 🙂 Es gibt ja auch wirklich sehr viel an dem Auto, was man mögen kann. Gute Fahrt!

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